← Alle Beiträge
Strategie12. November 2025Veit Schwerm

Competence Center Automation – the new Kitt on the Block

Organisationen befinden sich derzeit in einem massiven Transformationsprozess. Neu ist nicht die Veränderung selbst – sondern die Geschwindigkeit, Unsicherheit und Komplexität, mit der sie geschieht. Noch nie war es so anspruchsvoll, Mensch, Prozess und Technik zu moderieren.

Viele Führungskräfte und Teams stehen vor der Herausforderung, neue Technologien sinnvoll in ihre Arbeitsrealität zu integrieren. Die technischen Möglichkeiten steigen rasant – Empowerment durch No-Code, Low-Code und KI ist möglich wie nie zuvor. Doch das Potenzial kommt oft nur bei wenigen an.

Das Ziel: Automatisierung und KI müssen zum „Anpack-Thema“ für viele werden – nicht nur für die, die ohnehin schon digital affin sind.

Folie „Strategische Einordnung“: No-Code, Low-Code und Vibe-Coding machen Softwareentwicklung einfach. Die Organisation muss vier Dinge aktiv managen: Potenziale schnell erschließen, Erfahrungsaustausch sicherstellen, Wiederverwertbarkeit anstreben, Mindset und Regeln etablieren.

Abbildung 1: No-Code & Vibe-Coding ändert vielleicht nicht alles – aber vieles!

Automatisierung und KI gehören zusammen

Die neuen Player auf dem Spielfeld sind No-Code-Tools und KI-Anwendungen. Beide ermöglichen es Organisationen, Prozesse eigenständig zu automatisieren:

  • einfache, repetitive Aufgaben eliminieren
  • Prozesse vereinheitlichen
  • Tools und Systeme Ende-zu-Ende integrieren

Doch: Viele Organisationen starten bei KI – ohne die Basis geschaffen zu haben. KI ist stark, aber nur dann sinnvoll, wenn Prozesse automatisiert, Daten verfügbar und Workflows integriert sind. Automatisierung ist die Voraussetzung – KI der Hebel.

Dezentralität als Erfolgsfaktor

Der Schlüssel liegt in einer neuen Organisationslogik: Die besten Automatisierungsideen entstehen in den Fachbereichen selbst. Denn dort sind die Prozesse, das Wissen und die Motivation.

Netzwerk aus Punkten als Community of Practice: ein Kernteam aus Organisation oder IT, verbunden mit Mitwirkenden aus anderen Bereichen, dazu vier Vorteile dezentraler Automatisierung.

Abbildung 2: Competence Center als „Community of Practice“

Mit modernen Tools können Fachbereiche heute selbst Prozesse automatisieren – ohne tiefgehende IT-Kenntnisse. Die IT bleibt dabei wichtig – als technisches Backbone und für Governance und Leitplanken.

Damit das gelingt, braucht es ein verbindendes Modell:

  • zentral organisiert,
  • dezentral belebt,
  • top-down initiiert,
  • bottom-up getragen.

Organigramm: Fachbereiche 1 bis 3 und die IT mit ihren Teams, darunter das Competence Center als verbindendes Element für Projekterfahrungen, Standards und Know-how-Transfer.

Abbildung 3: Competence Center als „new Kitt on the Block“ – es verbindet zwischen den einzelnen Automatisierungs-Kristallisationspunkten in den Organisationen

Das Competence Center als Strukturmodell

Ein Competence Center ist genau dieser Kitt zwischen den Bereichen. Es verbindet Fachwissen, Technik und Community:

  • teilt Projekterfahrungen
  • standardisiert Vorgehensweisen
  • bündelt Kompetenzen und Know-how
  • fördert Lernen & Austausch über Bereiche hinweg

Durch Formate wie Automation Wiki, Chat-Bot, Micro-Learnings, Peer Learning Circles oder Automation Stories entsteht eine lebendige Community of Practice – der Kern des Competence Centers.

Aufbau einer internen Community in drei Phasen: Start mit Kommunikation (Teams-Kanal, SharePoint, Newsletter), Ausbau mit Wissensmanagement (Wiki, Chat-Bot, Micro-Learnings), Etablierung mit Lernen und Austausch (Peer Learning Circles, Automation Stories, Hackathon).

Abbildung 4: Stufen für den Aufbau einer (internen) Community

Wie starten?

Ein bewährter Startpunkt:

  1. Erste Automatisierungs-PoCs (2–3 kleinere (Teil-)Prozesse) in einem Fachbereich
  2. 3–4 Wochen produktive Erfahrung sammeln
  3. Workshop-Reihe mit Fokus auf „Machen“
    • Initial-Workshop: Vision & Appetit schaffen
    • Prozess-Identifikation: die richtigen Use Cases finden
    • Deep Dive: Prozesse verstehen und Konzepte entwickeln

So wächst Schritt für Schritt ein nachhaltiges Ökosystem für Automatisierung und KI. Das Competence Center wird zum Ort, an dem Lernen, Machen und Skalieren zusammenkommen.

Sechs Rollen im hybriden Competence Center mit ihren Aufgaben: CC-Koordination, Projektleitung Automation, Citizen Developer, Fachexperten, Automation & KI Engineer und CC-Paten.

Abbildung 5: Rollen und Aufgaben im Competence Center

Veit SchwermCo-Founder myFlow Solutions GmbH
Kontakt

Welcher Ablauf nervt euch am meisten?

Jede Automatisierung fängt mit einem Ablauf an, der Zeit frisst. Erzählt uns davon - im ersten Gespräch finden wir gemeinsam heraus, ob und wie sich das lösen lässt.

Ein Gespräch, unverbindlich.

Kein Pitch, keine Folienschlacht: Wir hören zu, stellen Fragen und sagen offen, was wir sehen.

Gespräch vereinbaren

Oder direkt: +49 201 89097120 · hello@myflow-solutions.de

  1. Ihr erzähltWelcher Ablauf, wer ist beteiligt, was nervt daran.
  2. Wir ordnen einWas sich automatisieren lässt, was nicht, und womit man anfängt.
  3. Ihr entscheidetMit einer ehrlichen Einschätzung zu Aufwand und Nutzen.